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Gender Intro

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Für Krisenprävention, Friedensentwicklung und -förderung spielt oftmals Gender als Kategorie eine maßgebliche Rolle. Die Zusammenhänge zwischen Gender, Umwelt und Konflikten sind vielschichtig und im Vergleich zu anderen Feldern der Umwelt & Sicherheitsforschung bislang noch weniger intensiv erforscht. Dennoch lassen sich erste Erkenntnisse festhalten: Konflikte verschärfen bereits bestehende Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern, wie beispielsweise die ungleichen Ausgangsbedingungen bei Eigentumsrechten für Land zeigen. Oftmals sind Frauen und Kinder zudem in besonderer Weise von Konflikt- wie Umweltfolgen betroffen. Bei den Opfern von Klimakatastrophen handelt es sich beispielsweise überwiegend um Kinder und Frauen. Bei der Bewältigung von Krisen und Konflikten tragen Frauen vielfach die Hauptbürde. Schließlich werden während Konflikten selbst Genderdisparitäten systematisch als Waffe genutzt, so z.B. in Form von sexuellem Missbrauch.

Gleichzeitig sind Frauen auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene nur sehr ungleich in den Gremien zur Verhütung, Schlichtung oder Bewältigung von Konflikten vertreten. Um dieser Ungleichheit entgegenzuwirken wurde im Jahr 2000 vom UN Sicherheitsrat die Resolution 1325 verabschiedet - mit bindender Wirkung für die Mitgliedsstaaten, aber ohne Sanktionsmöglichkeiten.

Vor diesem Hintergrund ist eine Sonderausgabe des Krium-Newsletters zu "Gender, Umwelt, Konflikt" erschienen, um die Zusammenhänge näher zu beleuchten und zu weiteren Diskussionen und Vernetzungen anzuregen.