Quick-navigation to the main sections of the current webpage:

Link
Wälder Intro

forests_krium_295x200

Große Waldflächen der Erde verschwinden mit alarmierender Geschwindigkeit: dem World Resources Institute (WRI) zufolge ist bereits nahezu die Hälfte des urwüchsigen Waldbestands weltweit zerstört. Wälder sind eine lebenswichtige Ressource für arme Bevölkerungsgruppen, welche diesen nicht nur zur Gewinnung von Brennholz, sondern häufig auch von Nichtholzprodukten, Nahrungsmitteln und Heilpflanzen nutzen.

Zu Konfliktgebieten können Waldflächen werden, wenn verschiedene Interessensgruppen gegenläufige Nutzungsansprüche stellen und es an Möglichkeiten des friedlichen Interessenausgleichs mangelt. In diesem Fall kann die Nutzung von Waldressourcen Krisen und Konflikte in den Entwicklungsländern der Tropen fördern, verstärken oder auch zu ihrer Finanzierung beitragen. Insbesondere der illegale Holzschlag fördert Instabilität und zum Teil auch gewaltsame Konflikte, indem er militärische Gruppen stärkt, die Korruption erhöht sowie bestehende Nutzungskonflikte zwischen lokalen Gemeinschaften, Staat und Privatsektor weiter verschärft. Ethnische Minderheiten und indigene Bevölkerungsgruppen sind in dieser Konstellation durch unzureichende Beteiligungsrechte vielfach nicht in der Lage, ihre Interessen zu vertreten.

Ein Schlüssel, um diesen konflikthaltigen Entwicklungen zu begegnen, ist ein nachhaltiges, partizipativ angelegtes Management der Waldressourcen. Dieses trägt gleichzeitig dazu bei, das Potenzial der Wälder zur Verbesserung und Sicherung der Existenzgrundlagen und der Entwicklung lokaler Gemeinschaften voll auszuschöpfen. Als Maßnahme gegen den illegalen Holzeinschlag werden zudem Zertifizierungsansätze – wie z.B. des Forest Stewardship Council (FSC) – verfolgt. Mit dem FSC als internationalem Garantiesiegel sollen solche Produkte ausgewiesen werden, deren Holz und Papier nicht aus Raubbau stammt, sondern im Rahmen einer sozial- und umweltverträglichen Waldwirtschaft entstanden sind.