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Wasser Intro

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Das Vorhandensein von Süßwasserressourcen in ausreichender Menge und Qualität ist unerlässlich für den Erhalt menschlicher Gesundheit und intakter Ökosysteme. Aber auch für die wirtschaftliche Entwicklung ist die Nutzung von Wasserressourcen zentral: sei es im landwirtschaftlichen Sektor, in der industriellen Produktion oder für die Erzeugung von Energie. Die globalen Süßwasservorkommen sind sowohl geografisch als auch zeitlich ungleich verteilt. Wasserknappheit wird zudem in einigen Regionen durch Bevölkerungswachstum, wirtschaftliche Entwicklung, Verstädterung und wachsende Umweltverschmutzung verstärkt. Damit bergen Wasserressourcen zunehmend Konfliktpotenziale zwischen verschiedenen Parteien mit unterschiedlichen Interessen und Bedürfnissen.

Konflikte um Verteilung, Zugang und Qualität von Wasserressourcen entstehen dabei oftmals zwischen Ober- und Unteranliegern von Gewässern, da Wassernutzungen am Oberlauf die Menge und Qualität der Ressource stromabwärts beeinträchtigen können. Gewässer verlaufen häufig grenzüberschreitend undkönnen somit auch zum Gegenstand internationaler Kontroversen werden. Ferner können Konflikte zwischen den für das Wassermanagement verantwortlichen Behörden und Wassernutzern entstehen.

Die Austragung wasserbezogener Kontroversen vollzieht sich auf unterschiedliche Art und Weise, so etwa in Form von zivilem Ungehorsam, Sabotageakten bis hin zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Letztere sind jedoch eher auf lokaler und innerstaatlicher als auf zwischenstaatlicher Ebene zu beobachten. Auch wenn es abzuwarten gilt, ob es tatsächlich zu Kriegen um Wasser kommt, so haben doch bereits zwischenstaatliche Wasserkonflikte zu Spannungen beigetragen, die in einigen Fällen die ökonomische Entwicklung der Region maßgeblich behindern. Innerstaatliche Wasserkonflikte können zudem ihrerseits die Stabilität des Landes beeinträchtigen und negative Auswirkungen für die internationalen Beziehungen haben. Gleichzeitig zeigen aber auch verschiedene Beispiele, dass es gerade die Notwendigkeit der gemeinsamen Bewirtschaftung von Wasserressourcen ist, die Konfliktparteien an einen Tisch bringt und zu kooperativem Handeln bewegt. Auch wenn einer Zusammenarbeit im Wassermanagement oftmals ein langwieriger Verhandlungsprozess vorangestellt ist, hat Wasserkooperation schon als fruchtbarer Ansatzpunkt für die Friedensförderung gedient und zur Ausbildung stabiler Institutionen geführt.