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By POKAMOM Payday loans

Konflikte sind integraler Bestandteil gesellschaftlicher Prozesse, friedlich ausgetragen können sie einen positiven Wandel vorantreiben. Verlaufen sie jedoch gewaltsam, bedrohen sie die Sicherheit und das Wohlergehen von Menschen. Gewaltsamer Konfliktaustrag verhindert Entwicklung und Armutsabbau. Gleichzeitig schaffen Konflikte neue Armut und destabilisieren Regierungen und Gesellschaften, indem sie Entwicklungserfolge zunichte machen, natürliche Lebensgrundlagen schädigen und zu Flucht und Vertreibung führen.
Ursachen von gewaltsamen Konflikten sind zum einen strukturell bedingt und liegen in wirtschaftlicher und sozialer Ungleichheit, Umweltzerstörung und Ressourcenknappheit in Verbindung mit Bevölkerungswachstum. In der Folge kann es zur Desintegration, Fragmentierung und zum Zerfall staatlicher und gesellschaftlicher Strukturen kommen. Zum anderen werden Konflikte durch den Mangel an demokratischen Strukturen, fehlenden Mechanismen gewaltfreier Konfliktbeilegung, durch fehlende Rechtsstaatlichkeit, die Zerstörung von sozialer und kultureller Identität und die Missachtung von Menschenrechten bedingt.
Die Entwicklungspolitik in Deutschland hat sich vor diesem Hintergrund einem erweiterten Sicherheitsbegriff verschrieben, der politische, ökonomische, ökologische und soziale Stabilität umfasst. Damit einher geht ein breites Spektrum an Handlungsansätzen in der Entwicklungszusammenarbeit, zur Konfliktprävention und -transformation sowie zur nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen. Zentrales Ziel ist gegenwärtig die Erreichung der Millennium Development Goals. Hierzu sollen nationale „Poverty Reduction Strategy Papers“ (PRSP) als operative Rahmenwerke erstellt werden, um die Bekämpfung von Armut systematisch zu verfolgen. Wichtiger Bestandteil der Lebenssituation armer Bevölkerungsgruppen ist die nachhaltige Nutzung der natürlichen Lebensgrundlagen, weswegen in den nationalen PRSP die Berücksichtigung von Umweltschutzaspekten unabdinglich ist. Ein ressortübergreifendes Konzept ist notwendig, um Armut und Umweltverschmutzung als zusammenhängendes Problem anzugehen. Entsprechende Ansätze müssen sich auf solche Ressourcen konzentrieren, die von armen Bevölkerungsgruppen genutzt werden bzw. in deren Reichweite liegen. Als Beispiel kann die Unterstützung ökologischer Produktionsweisen dienen, die sowohl der Umwelt als auch dem Einkommen der in der Landwirtschaft tätigen Bevölkerung helfen.