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| Umwelt & Migration Intro |
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Der Klimawandel wird zunehmend als Auslöser von Migrations- und Flüchtlingsbewegungen anerkannt: "Human migration, forced or otherwise, will undoubtedly be one of the most significant consequences of environmental degradation and climate change in decades to come", so Achim Steiner, Leiter des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP). Die ökonomischen, sozialen und ökologischen Auswirkungen des Klimawandels bedrohen besonders die Existenz von Menschen, deren Lebensunterhalt direkt von intakten Ökosystemen und natürlichen Ressourcen abhängt. Mit ihrer Zerstörung steigt die Wahrscheinlichkeit einer langfristigen Abwanderung aus den betroffenen Gebieten. Naturkatastrophen zwingen bereits heute viele Menschen zur Flucht und die Zahl der vorübergehend oder dauerhaft Vertriebenen wird mit dem Klimawandel weiter ansteigen. Betroffen sind besonders arme und sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen, deren prekäre Lebensumstände Anpassungen an eine sich verändernde Umwelt erschweren. In Risikoregionen wie der Sahelzone oder dem Gangesdelta bleibt die Abwanderung oft als einziger Ausweg. Obwohl die Aufmerksamkeit für das Thema zunimmt, sind noch viele Fragen offen. Ein direkter Zusammenhang zwischen Klimawandel und Migration ist aufgrund eines komplexen Zusammenwirkens verschiedener Faktoren wissenschaftlich oft nur schwer zu belegen. Unklar bleiben zudem der rechtliche Status von Umweltflüchtlingen sowie das zukünftige Ausmaß umweltbedingter Migration. Klare Worte findet dagegen ein Bericht der humanitären Organisation CARE. Sie schätzt, dass das Ausmaß klimabedingter Migration bisherige Migrationswellen bei weitem in den Schatten stellen wird. Die Menschen in den am wenigsten entwickelten Ländern und der Inselstaaten sind dabei am schwersten betroffen. Die Folgen auf nahezu alle Bereiche der Entwicklung und menschlicher Sicherheit können verheerend sein. Daher beschäftigen sich immer mehr Forschungsprojekte und Organisationen wie etwa die Internationale Organisation für Migration, das Umweltprogramm der Vereinten Nationen oder das Internationale Komitee des Roten Kreuz mit der Thematik. Gerade besonders verwundbare Bevölkerungsgruppen in Ländern wie Afghanistan oder Sudan brauchen diese Unterstützung, um sich besser gegen Klimafolgen zu schützen. Dabei können gezielte Anpassungen an den Klimawandel den Migrationsdruck merklich verringern. Häufig fehlt es aber gerade armen Ländern an den notwendigen Kapazitäten und Institutionen, um solche Prozesse zu steuern. Hier müssen Kapazitäten zur Anpassung an den Klimawandel sowie besseres Verständnis über die Zusammenhänge von Umweltveränderungen und Migration aufgebaut werden. Ziel dieser Krium-Themenseite ist es, einen thematischen Einstieg in dieses immer wichtiger werdende Thema zu bieten. Zu diesem Zweck stellen die folgenden Seiten umfassende Informationen zu aktuellen Entwicklungen, relevanten Initiativen und Veröffentlichungen bereit und regt zur Debatte über Handlungsmöglichkeiten an.
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